5 Thesen von VR Equitypartner

M&A-Markt 2020

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Nach einer KFW-Studie wurden jedes Jahr rund 1.100 mittelständische Unternehmen in Deutschland Ziel von Unternehmensübernahmen. Diese Zahl ist den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Lediglich 2019 wurde ein leichter Rückgang verzeichnet. Da aber jedes Jahr rund 30.000 Mittelständler ihre Nachfolge regeln müssen, ist wieder ein Anstieg der M&A-Transaktionen zu erwarten. 

M&A-Markt - Prognose für 2020

Christian Futterlieb, Managing Partner und Geschäftsführer VR Equitypartner GmbH, erwartet für den M&A-Markt folgende Entwicklung in diesem Jahr.

1. Die Preise werden trotz allgemeiner Konjunktursorgen hoch bleiben. Davon ausgenommen sind die zyklischen Branchen, die stark auf konjunkturelle Schwankungen reagieren. Ebenso disruptierende Branchen wie z. B. die Automobilindustrie und deren Zulieferer, die durch die Elektromobilität zunehmend unter Druck geraten sind. Hier werden die Multiples auf niedrigem Niveau stagnieren bzw. manches kleine Unternehmen praktisch unverkäuflich sein.

2. Das Leverage bleibt hoch bzw. steigt weiter – aber auch hier gilt: Die Banken, die ihre Sanierungsteams und Workout-Manager in den guten Konjunkturjahren reduziert haben, schauen ganz genau hin. Die Spreizung des Marktes hat sich extrem verstärkt. Banken überbieten sich bei Software-Deals und Technologieunternehmen. Unternehmen in disruptiven Branchen haben es dagegen immer schwerer, einen Käufer zu finden.

3. Unternehmen, die in ihrer Nische langfristig von Digitalisierung und Disruptionen profitieren, werden sich bei den Preisen gänzlich vom allgemeinen Markt und von der Konjunktur entkoppeln können und somit hohe Preise erzielen.
 
4. Die Konkurrenz um Mittelstands-Deals wächst. Das liegt nur zum Teil an den Private-Equity-Funds auf der Suche nach Ersatz für Mega-Deals. Insgesamt sind mehr organisierte Teams auf dem M&A-Markt aktiv. Family Offices und Privatinvestoren haben sich mittlerweile am Markt etabliert und eigene Portfolios aufgebaut.  

5. Seit einigen Jahren ist festzustellen, dass sich Unternehmer immer früher mit der eigenen Nachfolge auseinander. Auch an ihnen geht die allgemeine Work-Life-Balance-Diskussion nicht spurlos vorüber. Mancher denkt schon mit Mitte 40 über ein „2. Leben“ nach.

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