Ein sicherer Hafen?

Gold

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Donald Trump, Konjunktursorgen und jüngst auch die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten befeuern aktuell die Entwicklung des Goldpreises. Das belegen auch die neuesten Zahlen: Wer im Jahr 2018 Gold gekauft und ein Jahr später wieder verkauft hätte, könnte sich nun über eine Rendite von gut 20 Prozent freuen.

Aber auch weiter zurückblickend zeigt sich: Die durchschnittliche Jahresrendite von Gold ist mit zwei Ausnahmen in den letzten 20 Jahren durchweg positiv und weist mitunter auch zweistellige Werte auf.

Wichtig zu wissen

  1. Der Goldpreis entsteht durch Angebot und Nachfrage und schwankt somit
  2. Der Goldpreis notiert in US-Dollar
  3. Das Zinsniveau beeinflusst den Goldpreis maßgeblich
  4. Physisches Gold wirft keine regelmäßigen Erträge, also Zinsen oder ähnliches, ab
  5. Eine mögliche Rendite ergibt sich nur aus der Differenz von Kauf- und Verkaufskurs

Gold als Beimischung im Depot

Dennoch wird Gold bzw. allgemein Rohstoffe und Alternative Investments von den Profis stets zur Strukturierung eines Depots und als Beimischung empfohlen. Neben Schutz vor Inflation und vor den Folgen einer Wirtschaftskrise, unterliegen Rohstoff-Investments typischerweise nicht den Schwankungen am Aktien- und Rentenmarkt, sondern bleiben davon weitgehend unberührt. Der Fachmathematiker würde sagen: Gold und Aktien-/Rentenwerte korrelieren nur schwach, teilweise sogar negativ.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme darf Gold somit nicht als Absicherung gegen fallende Aktienkurse verstanden werden – es besteht eine weitgehende Unabhängigkeit dieser Assetklassen.

Aufgrund dieser Besonderheiten werden Gold gemeinhin häufig die Eigenschaften einer Krisenwährung zugeschrieben und folglich wird das Edelmetall auch gerne als „sicherer Hafen“ betitelt. Da Rohstoffe und Alternative Investments aber eher längerfristig orientiert sind, eignen sie sich nicht als Spekulationsobjekte.

Anlagemöglichkeiten

Neben der Möglichkeit, physisches Gold in Form von Barren oder Münzen zu erwerben, bestehen auch weitere Anlagemöglichkeiten in Gold, wie z. B. Aktien oder Derivate.

Privatanleger setzen bei Gold-Investments allerdings überwiegend auf Münzen und Barren. Sehr beliebt ist die wohl bekannteste Goldmünze der Welt, der Krugerrand (auch: Krügerrand), benannt nach dem Gründer des Kruger-Nationalparks in Südafrika Paul Kruger und der Landeswährung „Rand“. Dort gilt die Münze übrigens sogar als offizielles Zahlungsmittel. Aber auch Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, Panda, Lunar und Känguru oder der klassische (Kine-) Barren sind weitere Möglichkeiten, physisches Gold als Privatanleger steuerfrei zu erwerben – und nach einem Jahr Haltedauer ist auch ein möglicher Veräußerungsgewinn steuerfrei.

Noch mehr Vorteile von physischem Gold für Privatanleger

  • der Gegenwert bleibt stets erhalten, denn Gold ist endlich und selten
  • schnelle und einfache Liquidierbarkeit

Physisches Gold muss aber entsprechend aufbewahrt werden. Dies kann natürlich zu Hause sein, allerdings sollten dann die Deckungssumme der Hausratversicherung sowie das Verlustrisiko des physischen Goldes berücksichtigt werden. Alternativ bietet sich insbesondere ein Bankschließfach mit entsprechender Versicherung zur Lagerung von physischem Gold an. 

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