Eigenkapitalquote steigt

Versicherung in Krisenzeiten

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Der deutsche Mittelstand verfügt im Durchschnitt nach wie vor über eine Eigenkapitalquote von rund 30 Prozent. Laut der aktuellen Herbstausgabe der von der DZ BANK und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) herausgegebenen Studie "Mittelstand im Mittelpunkt" lag diese Quote im Jahr 2022 bei 29 Prozent. Sie hat sich damit gegenüber 2018 um 3 Prozentpunkte erhöht.

Dieser Anstieg ist nicht überraschend, da sich die Wirtschaft im Jahr 2022 trotz der starken Verteuerung der Energiepreise weiter von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise erholt hat. Allerdings könnte sich die Lage 2023 in einigen Branchen wie dem Bausektor und dem Verarbeitenden Gewerbe verschlechtern. Eine hohe Eigenkapitalquote ist daher von großer Bedeutung, um Ihr Unternehmen in Krisenzeiten besser vor ausbleibenden Gewinnen oder gar Verlusten zu schützen. Gleichzeitig wird die Aufnahme von Fremdkapital günstiger. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Eigenkapitalquote generell verbessern können.

Stärkung der Eigenkapitalquote

  • Bei der Eigenkapitalstärkung aus internen Quellen fließen dem Unternehmen Finanzmittel zu, die aus dem Umsatzprozess resultieren, das heißt insbesondere in Form einbehaltener Gewinne. Wenn es Ihre Rendite also zulässt, belassen Sie (höhere) Teile des Gewinns im Betrieb.
  • Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt für den Eigenkapitalaufbau ist die Stärkung der Ertragskraft über eine verbesserte Leistungsfähigkeit des Unternehmens, beispielsweise durch die Reduzierung von Kosten und die Optimierung von Arbeitsabläufen durch die Digitalisierung.
  • Wer Privatentnahmen reduziert, Privatvermögen verkauft oder im Privatbereich angelegte Ersparnisse im Betrieb investiert, erhöht auch sein Eigenkapital.
  • Leasing erlaubt es Ihnen, ohne Einsatz von Eigenkapital zu investieren. Die Leasingraten lassen sich aus den erwirtschafteten Erträgen des Investitionsobjektes bestreiten. Leasing eröffnet Ihnen so zusätzliche Spielräume für Anschaffungen, trägt zur Optimierung Ihrer Bilanzstruktur und zur Verbesserung Ihres Ratings bei.
  • Beim Sale-and-lease-back verkaufen Sie zunächst eine Maschine oder Immobilien aus dem Betriebsvermögen an eine Leasinggesellschaft. Sie erhalten dafür den Kaufpreis und leasen/mieten das verkaufte Wirtschaftsgut wieder zurück. Über die Verkürzung der Bilanz (Verringerung des Anlagevermögens) stärken Sie Ihre Eigenkapitalquote.
  • Mit Finanzierungsformen wie Factoring oder Forfaitierung wandeln Sie Forderungen durch Verkauf in liquide Mittel. Sie entlasten dadurch Ihre Bilanz und verbessern Ihr Rating.
  • Schließlich können Sie noch durch eine Beteiligungsgesellschaft frisches Eigenkapital in Ihr Unternehmen holen.

Sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam mit unseren Partnern der Genossenschaftlichen Finanzgruppe können wir Ihnen sämtliche Lösungen anbieten.

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