Förderung wird ausgeweitet

Energetische Gebäudesanierung

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Corona-Konjunkturpaketes ihr CO²-Gebäudesanierungsprogramm auf 2,5 Mrd. Euro erhöht. Das sind eine Milliarde Euro mehr als vor der Krise. Zusätzlich wird die Mehrwertsteuer bis Ende 2020 von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Für Hausbesitzer kann es sich jetzt noch mehr lohnen, in die energetische Sanierung Ihrer Immobilien zu investieren. Nachfolgend die Maßnahmen im Überblick.

Fassade

Mit einer fachgerechten Fassadendämmung lassen sich 20 bis 35 Prozent der Energiekosten einsparen. Am besten nehmen Sie die Fassadendämmung in Angriff, wenn Sie ohnehin einen neuen Anstrich oder Putz auftragen lassen möchten. Häufig erfolgt die Fassadendämmung über ein Wärmeverbundsystem, bei dem Dämmstoffplatten auf der Außenseite des Gebäudes fest angebracht und verputzt werden.

Dach

Es ist eine einfache physikalische Regel, dass Wärme nach oben steigt. Mit einem gut gedämmten Dach können Sie 20 bis 30 Prozent Energie einsparen. Dazu verbessert sich das Raumklima nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer und Sie können einfach neuen Wohnraum schaffen. Wer Geld sparen möchte, kann auch nur die obere Geschossdecke dämmen und behält so die Wärme in den bewohnten Räumen. Wichtig ist, dass die Dachdämmung nahtlos an die Wanddämmung anschließt, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Fenster und Sonnenschutz

Alte und undichte Fenster sind echte Energiefresser. Bis zu 20 Prozent Wärme können verloren gehen. Daher lohnt es sich, Fenster durch neue zwei- oder dreifachverglaste Fenster auszutauschen. Zudem bieten neue Fenster einen besseren Einbruch- und Lärmschutz. Und damit es im Sommer schön kühl bleibt, lohnt es sich, an der Süd- und Westseite einen Sonnenschutz wie zum Beispiel Rollläden oder festintegrierte Verschattungssysteme einzubauen.

Heizungsanlage

Eine neue Heizung bringt behagliche Wärme, senkt Ihre Heizkosten und schont das Klima. Die KfW fördert den Einbau einer neuen Pelletheizung, Wärmepumpe oder Gas-Brennwertheizung mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen.

Nur mit einem Energieeffizienz-Experten

Da energetische Sanierungsmaßnahmen sehr komplex sind, ist es sinnvoll, einen Energieberater einzuschalten. Sie benötigen ihn auf jeden Fall, wenn Sie KfW Fördermittel beantragen möchten. Er begleitet die Bauarbeiten und stellt sicher, dass die Qualitätsstandards eingehalten werden. Gut zu wissen: Sie erhalten für seine Beratung einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro extra.  

Förderung

Die KfW unterstützt die energetische Sanierung von Gebäuden, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde, mit einem zinsgünstigen Förderkredit bis zu 120.000 Euro für eine Komplettsanierung oder 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Noch interessanter sind Zuschüsse, da sie nicht zurückgezahlt werden müssen. Sie betragen bis zu 48.000 Euro für die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen. So wird der Einbau einer Brennstoffstelle mit bis zu 28.000 Euro bezuschusst. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Energetische-Sanierung/

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