In sieben Schritten durch die Krise

Resilienz

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Wer im Business erfolgreich sein möchte, der muss auch Rückschläge, Flops und persönliche Niederlagen nicht nur wegstecken, sondern auch gestärkt aus solchen Krisen herausgehen können. Nie aufgeben, ist auch ein Credo von Jürgen Klopp, der sein Team nach nicht für möglich gehaltenen Aufholjagden häufig als Mentalitätsmonster bezeichnet. Die dafür nötige psychische Widerstandskraft nennen Experten auch Resilienz.

Resilienz (von lat. resilire‚ zurückspringen, abprallen‘) ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie als Anlass für neue Entwicklungen zu nutzen. Krisen sind große mentale oder körperliche Belastungen, die das Potenzial haben, dauerhaft krank zu machen. Resilienten Menschen gelingt es aber, ihre Schutz- und Selbstheilungskräfte in der Krise so zu mobilisieren. Ihre Psyche ist belastbar und elastisch.

Resilienz stärken

  • Optimismus: Blicken Sie positiv auf die Verhältnisse: Das Glas ist halb voll, nicht halb leer! Pessimisten dagegen finden zu jeder Lösung das passende Problem.
  • Selbstwirksamkeit: Warten Sie nicht auf Glück oder Zufall. Besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Kräfte, etwas zu bewirken. Aktivieren sie alte, schaffen Sie neue Wirksamkeitserfahrungen, ob im Beruf oder außerhalb.
  • Emotionsregulation: Kontrollieren Sie Ihre Emotionen und Handlungen – so gehen Sie besonnener und strategischer ans Werk und können Ihre Energien auf die Krisenbewältigung konzentrieren.
  • Lösungsorientierung: Fixieren Sie nicht das Problem, sondern mögliche Lösungswege. Mit Optimismus, Selbstwirksamkeit und Emotionsregulierung sind Sie dazu bereits gut gerüstet.
  • Netzwerkorientierung: Pflegen und nutzen Sie Ihre sozialen Ressourcen. Lassen Sie sich von Familie, Freunden und Gemeinschaften auffangen und stützen. Bitten Sie die Menschen in Ihrem Umfeld aktiv um Unterstützung.
  • Akzeptanz: Akzeptieren Sie diejenigen Folgen der Krise, die unabänderlich sind.
  • Fokussierung: Konzentrieren Sie sich in der Krise auf das Wesentliche. Eliminieren Sie alle Zeit- und Energiefresser, die Sie davon abbringen.

„Ein guter Geist steckt in einem gesunden Körper“, das wussten schon die alten Lateiner. Sorgen Sie daher auch für körperliche Entspannung. Auf intensive Arbeitsphasen (Sprints) sollten Phasen der Entspannung folgen. Spaziergänge und Läufe in der Natur, Yoga oder Musizieren sind gute Ausgleichsaktivitäten

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