Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit

Selbstbestimmtes Arbeiten

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Das Arbeiten im Homeoffice wird wohl auch nach der Corona-Krise zur neuen Normalität. Es bringt einige Vorteile. Der Wegfall von langen Anfahrtswegen spart Zeit, vermeidet Stress und schont die Umwelt. Vor allem aber steigt der Grad der Selbstbestimmung. Auch Arbeitgeber haben Vorteile von einem freizügigen Pendeln ihrer Beschäftigten zwischen Homeoffice und Büro. Sie sparen teure Büroflächen, zeigen Verantwortung in Krisenzeiten und bieten attraktive Bedingungen für umworbene Fachkräfte.

Arbeiten vor Corona

Nach einer im September 2019 durchgeführten Studie von Bitkom Research arbeiteten zur Erhebungszeit noch immer 27 % der Büroangestellten an einem festen Arbeitsplatz in einem Einzelbüro. 37 % hatten einen festen Arbeitsplatz in einem Mehrpersonenbüro mit bis zu vier Personen, 22 % in einem Großraumbüro. Nur 10 % haben einen Shared Desk oder einen Arbeitsplatz außerhalb des Firmengebäudes, z. B. Homeoffice.

Zu den Unternehmen, die moderne und selbststimmte Arbeitsweisen schon länger fördern, gehört z. B. Microsoft. Am deutschen Standort in München gibt es die Vertrauensarbeitszeit bereits seit 20 Jahren und die Wahl des Arbeitsortes seit einigen Jahren. Rund 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen diese Freiheit.

Arbeiten nach Corona

Die Corona-Krise hat das Homeoffice auch bei fast allen Unternehmen salonfähig gemacht. Vielen blieb unter Sicherheitsaspekten auch keine andere Wahl. Es ist zu erwarten, dass diese Arbeitsform auch in Zukunft eine große Rolle in unserer Arbeitswelt spielen wird. Dem Trend zu mehr Digitalisierung und Nachhaltig können sich viele Unternehmen schwer entziehen. 

Wichtig ist, dass jedes Unternehmen einen seiner Kultur und Tradition entsprechenden Weg findet und dafür sorgt, dass die Mitarbeiter bei der Umsetzung auch unterstützt werden, z. B. im Hinblick auf die sichere und ergonomische Gestaltung des eigenen Homeoffice, die Kommunikation über Videokonferenzen und digitale Collaboration-Plattformen und die Strukturierung des Homeoffice-Tages.

Persönlicher Austausch

Viele Mitarbeiter wünschen sich eine Aufteilung zwischen Homeoffice und Büro nach dem 2+3-Prinzip, also zwei Tage pro Woche zuhause und drei Tage im Büro. Das persönliche Zusammentreffen im Büro ist wichtig, um den Face-to-Face-Austausch sicherzustellen. Neue Ideen und Verbesserungsvorschläge entstehen durch persönliche Kommunikation, nicht selten auch zufällig an gemeinsamen Orten wie die Küche. Auch Netzwerke entstehen eher durch Nähe.

Sie können den persönlichen Austausch im Büro zusätzlich durch eine kommunikationsfördernde Raumgestaltung und Teamarbeit mit den erforderlichen Abstands- und Sicherheitsregeln fördern. Wie weit sie gelockert werden, wird New Normal zeigen.

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