Alles auf den Prüfstand

Corona-Neustart

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Trotz massiven Drucks der Wirtschaft wurde für die meisten Unternehmen der Lockdown bis Ende März verlängert. Gleichzeitig haben Bund und Länder einen Fünf-Stufen-Plan zur schrittweisen Öffnung vorgestellt. Es ist daher Zeit, sich intensiv mit dem Neustart nach der Krise zu beschäftigen und alles auf den Prüfstand zu stellen. Das sind 10 wichtige Themen:

  • Wirtschaftskrise: Die weltweiten Lockdowns haben in einigen Ländern zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von bis zu 30 Prozent geführt. Deutschland steht noch relativ gut da. Durch die massiven fiskalischen Corona-Hilfsprogramme steigt die Verschuldung in allen Staaten. Finanziert wird sie durch gewaltige Geldinjektionen der Zentralbanken. Das schürt Inflationsängste, die momentan an den Finanzmärkten die Zinsen moderat steigen lassen. Die globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf Ihre persönliche Geldanlage und Unternehmensstrategie.
  • Neue Normalität: Wie sieht die Welt nach der Krise aus, wenn die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist? Die Corona-Regeln werden auch dann sicherlich nicht so schnell verschwinden. Die Flächen in Restaurants, Geschäften und Büros werden z. B. mit größeren Abständen zwischen den Menschen belegt sein. Hygiene-Standards bleiben wichtig. Auch wird der gewollte Wandel hin zu einer digitalen, grünen und fairen Welt Einzug in die Unternehmen halten. Der Staat und globale Konzerne wie die US-Big-Tech-Unternehmen werden mächtiger. Fabriken verlagern sich zurück. Just-in-Time wird zugunsten von Pufferlagern verlieren. Und der Handel wird regionaler.
  • Finanzen: Für rund 20 Prozent der deutschen Wirtschaft geht es noch eine Weile um die Existenzsicherung. Corona-Hilfsprogramme sichern die Liquidität. Es ist davon auszugehen, dass nun die öffentlichen Mittel schneller fließen. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig ein Eigenkapitalpolster ist. Prüfen Sie daher auch die Möglichkeit der Einbindung von Investoren und Eigenkapitalgesellschaften. Auch für die jetzt notwendige digitale Investitionsoffensive benötigen Sie passende Finanzierungen.
  • Kosten: Krisen bieten günstige Gelegenheiten, alte Zöpfe abzuschneiden und die Kostenstrukturen radikal zu optimieren. Verzichten Sie auf alles Überflüssige und verkaufen Sie nicht betriebsnotwendige Assets. Die Digitalisierung wird auch die Personalkosten in allen Geschäftsprozessen reduzieren.
  • Organisation: Unternehmen, die nach der Corona-Krise erfolgreich sein wollen, müssen nicht nur digitaler, sondern auch agiler und flexibler werden. Alle Geschäftsprozesse und Strukturen gehören daher auf den Prüfstand. Unternehmen, die im Augenblick in Zahlungsschwierigkeiten sind oder vor einer Überschuldungsgefahr stehen, müssen die Möglichkeiten der Insolvenz in Eigenverwaltung prüfen. Das Fenster dazu ist mit Einführung des neuen Restrukturierungsgesetzes (StaRuG) enger geworden.
  • Risiken: Corona ist ein nie für möglich gehaltener exogener Schock. Risikomanagement wird daher noch wichtiger. Bonitätsprüfungen von Kunden, Forderungsmanagement, Vermeidung von Gesetzesverstößen (Compliance) und die Eingrenzung der persönlichen Haftung von Geschäftsführern sind nur einige beispielhafte Themen dazu.
  • Vertrieb: Wohl dem, der im Lockdown bereits über einen guten Online-Handel verfügte. Nun müssen alle ihren Vertrieb modernisieren und eine gute Balance zwischen digitalem und stationärem Verkauf finden. Hybride Strategien sind angesagt. Ein weiterer Trend ist Direct-to-Consumer (D2C), sich also unabhängig vom Handel und auch von Monopolisten wie Google, Amazon und Facebook zu machen. Wer die Kundendaten hat, ist im Vorteil und hat die Voraussetzung für Kundenbindung, Upselling und Empfehlungsmarketing.
  • Geschäftsmodell: Geschäftsmodelle ohne digitale Komponente sind in Zukunft kaum noch vorstellbar. Smarte Produkte und Services und clevere Plattformen werden überall Einzug halten. Auf dem Vormarsch sind auch Abo-Modelle, um einen kontinuierlichen Einkommensstrom sicherzustellen. Hier gibt es bereits inspirierende Beispiele.
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung betrifft somit einerseits Ihre Angebote, andererseits aber auch Ihre Geschäftsprozesse, die vor allem bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen noch nicht ausreichend automatisiert sind. Die Arbeitsproduktivität in Deutschland stagniert. Hier gibt es viel zu tun. Die Digitalisierung muss auch zunehmend im Kontext mit ökologischen Fragen stehen.
  • Smarte Kreative: All diese gewaltigen Veränderungen, die auf Unternehmen in den nächsten 20 Jahren zukommen, sind ohne kreative Mitarbeiter/innen mit digitalen Kenntnissen nicht zu schaffen. Hier liegen die Wettbewerbsvorteile des Mittelstands im Vergleich zu technokratischen und bürokratischen Konzernen. Schaffen Sie eine innovative Unternehmenskultur. Freiheiten, Inspiration und Experimentierfreude zählen.

Weitere Details zu diesen Themen können Sie in dem sehr praxisnahen 60-seitigen Ratgeber „Corona-Neustart - Alles auf den Prüfstand“ von Dr. Michael A. Peschke nachlesen. Den Link zum Gratis-Download finden Sie nachstehend.

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