Steuern aktuell

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz

Foto: Pixabay

Die wirtschaftlichen Belastungen durch die Pandemie sind auch im Jahr 2022 noch nicht überwunden. Um Unternehmen und Beschäftigte weiterhin zu unterstützen, werden mit dem „Vierten Corona-Steuerhilfegesetz“ viele Maßnahmen verlängert. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Regelungen, die die Bundesregierung plant.   

Der Corona-Bonus für Pflegekräfte soll bis zu einem Betrag von 3.000 Euro steuerfrei bleiben, wenn er zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn in der Zeit vom 18.11.2021 bis zum 31.12.2022 gezahlt wird. Darüber hinaus hat die Bundesregierung die Weichen für einen neuen Pflegebonus gestellt. Pflegekräfte in Krankenhäusern und in der Altenpflege sollen für ihre besonderen Leistungen in der Corona-Pandemie einen Bonus von bis zu 550 Euro erhalten. Die Bundesregierung stellt dafür 1 Milliarde Euro bereit.

Die Homeoffice-Pauschale wird bis zum 31.12.2022 verlängert. Damit können Beschäftigte für jeden Arbeitstag im Homeoffice 5 Euro, max. 600 Euro pro Jahr in Abzug bringen.

Die Abgabefristen für durch einen Steuerberater erstellte Steuererklärungen werden wie folgt verlängert: Steuererklärungen 2020 können bis Ende August 2022, Steuererklärungen 2021 können bis Ende Juni 2023 und Steuererklärungen 2022 können bis Ende April 2024 abgegeben werden.

Die degressive Afa gilt auch für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die im Jahr 2022 angeschafft oder hergestellt werden. Ursprünglich galt diese Regelung nur für die Jahre 2020 und 2021.

Die Investitionsfristen für steuerliche Investitionsabzugsbeträge werden um ein Jahr verlängert. Das gilt auch für Reinvestitionen.

Der Verlustrücktrag soll bis Ende 2023 verlängert und der Höchstbetrag auf 10 Millionen Euro ab 2022, bei Zusammenveranlagung für 2022 und 2023 auf 20 Millionen Euro erweitert werden.

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Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz

Seit dem 1.8.2021 ist das Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz in Kraft. Alle juristischen Personen (GmbH, AG, Vereine und Stiftungen), Personengesellschaften (KG, OHG, PartG), nicht rechtsfähige Stiftungen, Trusts und vergleichbare Rechtsgestaltungen mit Sitz in Deutschland müssen ihre wirtschaftlich berechtigten Personen anmelden. Dabei sind Fristen zu beachten. Für GmbHs und Genossenschaften endet die Meldefrist am 30.06.2022. Die Meldung erfolgt über das beim Bundesanzeiger Verlag geführte Transsparenzregister www.transparenzregister.de. Ausgenommen von der Meldepflicht sind nicht eingetragene Vereine, Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Stille Gesellschaften und Erbengemeinschaften. 

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