05.12.2019

Neue Sonder-AfA für Vermieter

Mehr Steuern sparen mit Mietwohnungen

© Jürgen Fälchle - stock.adobe

Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist groß. Um das Angebot an Mietwohnungen kurzfristig zu erhöhen, gibt es seit August 2019 für private Investoren eine neue fünf Prozent Sonder-Abschreibung (AfA). Damit wird aber nicht nur der Neubau, sondern auch der Ausbau von Dachgeschossen zu neuen Wohnungen gefördert.  

Das Wichtigste im Überblick

Die neue Sonder-AfA gemäß § 7b EStG gilt für neu geschaffene Wohnräume, für die ein Bauantrag nach dem 31.8.2018 und vor dem 01.01.2022 gestellt worden ist. Neben neuen Mietwohnungen werden auch neu ausgebaute Dachgeschosse, Dachaufstockungen oder Umwidmungen von gewerblichen Räumen zu Wohnzwecken gefördert. Der Gesetzgeber hat im Gesetz klargestellt, dass Wohnungen, die der vorübergehenden Beherbergung dienen, wie z. B. Ferienwohnungen, nicht zu dem geförderten Wohnraum gehören. Nicht förderungsfähig sind auch Wohnflächenerweiterungen innerhalb eines Gebäudes sowie Wohnungen zur eigenen oder betrieblichen Nutzung.

Die steuerliche Förderung ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Die Wohnung muss mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken vermietet werden.
  • Die gesamten Baukosten dürfen maximal 3.000 Euro je Quadratmeter betragen.
  • Maximal 2.000 Euro können pro Quadratmeter Wohnfläche abgesetzt werden.
  • Die Wohnung muss innerhalb der EU liegen.

Zusätzlich zu der fünf Prozent Sonder-AfA gilt weiterhin die lineare AfA von zwei Prozent. Mit dieser Neuregelung können Investoren in den ersten vier Jahren 28 Prozent AfA geltend machen.  

Schädliche Ereignisse

Die Sonder-AfA ist in folgenden Fällen zurückzuzahlen:

  • Die Vermietung der Wohnung endet innerhalb des 10-jährigen Begünstigungszeitraums. 
  • Die Wohnung wird innerhalb der 10-Jahresfrist verkauft.
  • Die Baukostenobergrenze von 3.000 Euro pro Quadratmeter wird innerhalb der ersten drei Jahre durch nachträgliche Baumaßnahmen überschritten.

Wer die Voraussetzungen für die Sonder-AfA erfüllt, muss sie nicht gesondert beantragen, sondern diese zusätzlich zu der regulären linearen zwei Prozent AfA in seine Steuererklärung eintragen. Das ist erstmals in dem Jahr möglich, in dem die Wohnung fertig übergeben wird.

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